Über mich

1973 Start ins Leben

In Neuss geboren und dann aufgewachsen in Dormagen, einem Industriestädtchen im Rheinland zwischen Köln und Düsseldorf.

1986 Mein grüner Moment

Das Reaktorunglück Tschernobyl. Ich war 13 Jahre alt und werde diese Unfassbarkeit, die mich damals ergriffen hat, niemals vergessen. Verbunden mit dem Gedanken: Wie unverantwortlich! Nach wie vor ist mir unbegreiflich, wie der Einsatz von Atomkraft mit diesen Gefahren und den überaus gefährlichen Müll für Millionen (!!!) von Jahren teilweise noch immer legitimiert ist.

Highlights meiner Jugend

Viel getanzt (das mache ich immer noch sehr gerne), viel Theater gespielt in einer tollen Gruppe am Kulturforum Alten Post in Neuss mit herausragenden Regisseur*innen und in Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Themen, erste Demos mitgemacht, Themen dieser Zeit für mich: Gesellschaft, Gerechtigkeit, Umweltschutz, Wiedervereinigung, Kunst und Selbstentfaltung.

1993 Abitur und Zeit danach

Abschluss einer Epoche (Schule) und beginn einer neuen mit mehr Freiheit. Ich habe mit einem freiwilligen sozialen Jahr an der Sehbehindertenschule Köln gestartet, etwas Geld verdient, an ein paar Schauspielschulen vorgesprochen und ein paar Praktika gemacht.

1994 – 2006 Agrarwissenschaften & Familiengründung

Motiviert dadurch, dass es kaum etwas ursprünglicheres gibt als Landwirtschaft, den sorgsamen und erhaltenden Umgang mit unserer Umwelt und die Produktion unserer Lebensmittel, gepaart mit der Vision von Erde an den Händen und den Geruch von Tieren im Stroh und Tau über dem Acker, habe ich mein Studium der Agrarwissenschaften gestartet. Mit dem Ziel: Damit kann ich dazu beitragen, unserer Welt an ursprünglichster Stelle ein Stück besser zu machen. An dem Ziel hat sich nichts geändert. Aber ich kann sagen, ich fühle mich definitiv noch nach wie vor am Anfang des Weges.

Mein Schwerpunkt im Studiums, des praktischen Jahres und meiner Promotion waren letztendlich die Tierwissenschaften, denn ich fand und finde nach wie vor, hier ist der größte Handlungsbedarf…

Das wunderbarste in der Zeit war jedoch, dass ich meinen Mann kennengelernt habe und wir zwei Töchter bekommen haben. Die Grundlage für wunderbare Entwicklungen, neue Erfahrungen, ganz neue Gedankenansätze und definitiv der Start einer neuen Epoche in meinem Leben.

2006 – 2017 Orientierung

Berufliche Stationen:

ZBMED – Informationszentrum Lebenswissenschaften (damals Leibniz-Institut), beschäftigt als Agrarwissenschaftlerin, neue Erfahrungen in Projektentwicklung und -management, Marketing, Personalverantwortung, Strategieentwicklung, als Ombudsperson, …

Gleichstellungsbüro der Hochschule Koblenz: tolle neue Projekte und Menschen im Kontext Gleichstellung, Kennenlernen des Systems Hochschule für angewandte Wissenschaften

Alanushochschule für Kunst & Gesellschaft Alfter: Projekt zur wissenschaftlichen Weiterbildung, interessante neue Erfahrungen zu Kunst im Dialog mit Wissenschaft & Wirtschaft, heterogenen Lerngruppen, Ausbau der Beratungskompetenzen, u.a. Ausbildung zur Kompetenzenbilanzcoachin, Verbindung von Berufspraxis, wissenschaftlichen Kompetenzen und Kunst im lebenslangen Lernen, Kennenlernen des Systems private Hochschule

Private Entwicklungen:

Familienort Haus, klein, fein, von uns gestaltet, im Grünen und doch nah an Bonn, unser Zuhause dort

Erfahrungen, was Vereinbarkeit für Herausforderungen mit sich bringt, Erleben von Hürden und Möglichkeiten der Gestaltung & des Wertes als familiäres Team zusammen zu agieren

Viele interessante tolle Menschen, viele interessante Orte, viele neue Impulse.

Viele Lerngelegenheiten beruflich, wie privat, die zu wertvollen neuen Gedankenansätzen geführt haben (und hoffentlich weiterhin führen werden!) und u.a. zu einer Professionalisierung der Arbeit im Kontext Diversität & Gleichstellung beigetragen haben.

2017 & folgende Jahre: Oldenburger Münsterland, das neue Zuhause

Da ich an der Universität Vechta das Amt der Gleichstellungsbeauftragen übernehmen konnte, sind wir als Familie 2017 nach Lohne umgezogen. Damit konnte ich eins meine Herzensthemen „Gleichstellung und Diversität“ hier beruflich noch stärker fokussieren. Eine Arbeit die mir viele Freude macht, an einer Universität, die Raum für Gestaltung und Partizipation gibt. Durch ein kollegiales Netzwerk konnten wir gemeinsam in den letzten Jahren viel bewegen, aufbauend auf dem Selbstverständnis, dass Gleichstellung und gelebte Diversität Querschnittsthemen sind.

In den letzten Jahren habe ich das „Oldenburger Münsterland“ als Region kennengelernt mit intensiver Landwirtschaft und noch stark traditionellen Rollenbildern, aber auch ideenreich, voller Aufbruchwillen, mit Mut zur Auseinandersetzung und als Ort mit vielen engagierten Menschen voller Heimatliebe. Und wir haben hier unser neues Zuhause als Familie gefunden.

2020 bin ich bei den Grünen eingetreten, um mich auch dort für meine Themen zusammen mit anderen zu engagieren. Mit Menschen, die meine Werte teilen. Als Gerechtigkeit, Ökologie, Demokratie, Selbstbestimmung & Frieden sind diese im neuen Grundsatzprogramm der Grünen wunderbar zusammengefasst. Aufbauend auf den absolut unstrittigen Satz: „Im Mittelpunkt unserer Politik steht der Mensch in seiner Würde und Freiheit.“ Dann auch noch angereichert mit dem neuen Vielfaltsstatut. Ja, das spiegelt meine Einstellungen wider. Und das Ankommen in meinem Heimatkreisverband Vechta, sowie durch das Kennenlernen der Grünen aus Cloppenburg hat dies absolut bestätigt. Ich freue mich auf das kommende intensive Bundestagswahljahr 2021 zusammen mit Euch und die vielen vielen weiteren Jahre gemeinsamen Engagements, die hoffentlich darauf folgen!