Schlagwort: Sorgearbeit

Einladung: Feminismus im Oldenburger Münsterland

Gemeinsam was bewegen!

Vergangenen Freitag haben rund 150 Schüler*innen in #Vechta ein großartiges Zeichen gegen sexualisierte Gewalt gegen Mädchen und Frauen gesetzt (#dtm2021). Es ist umwerfend und Mut machend, dass so viele junge Menschen für dieses wichtige Thema aktiv werden!

Neben steigender häuslicher Gewalt hat die Pandemie insgesamt Geschlechtergerechtigkeit wieder um Jahre, bis Jahrzehnte zurück geworfen. In den systemrelevanten Berufen arbeiten vor allem Frauen. Sie sind derzeit besonders gefährdet, arbeiten unter herausfordernden Arbeitsbedingungen und bekommen in der Regel eher geringen Lohn für ihre relevante Arbeit. Aber mit oder ohne Corona: Es gibt unglaublich viele Themen, wo es bisher keine gelebte Gleichberechtigung der Geschlechtern gibt: Gehaltsunterschiede, Teilzeitmöglichkeit oder –falle, Wahrnehmung und Repräsentanz in der Öffentlichkeit, in den Medien, in der Sprache, Berufswahl, Karrieremöglichkeiten, und und und.

Gerade hier bei uns im Oldenburger Münsterland sind wir bezüglich realisierter Geschlechtergerechtigkeit eher langsam, wie in meiner Zusammenstellung oder im Gleichstellungsatlas aus Niedersachsen gut nachzuvollziehen.

Weiterlesen

Sorgearbeit muss anerkannt und honoriert werden

#EqualCareDay  1.3. 2021

80 % der beruflichen Carearbeit wird von Frauen übernommen. Im privaten Bereich leisten laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes Frauen über 50% mehr Familien- und Sorgearbeit als Männer. In Familien mit Kleinkindern sind es sogar 110%. Frauen unterbrechen häufiger ihre Berufstätigkeit und arbeiten öfter in Teilzeit. Das führt zu geringeren Einkommen und Renten, die die Lohnlücke, den Pay Gap, und die erheblichen Rentenunterschiede zwischen Männern und Frauen verursachen.

Gerade die Corona-Pandemie zeigt, dass vor allem Frauen mit zusätzlicher Sorgearbeit belastet werden.

Weiterlesen

„Familienzeitkonten“ oder wo wir meiner Ansicht nach eigentlichen Entwicklungsbedarf haben

Silvia Breher (CDU) machte sich Ende des letzten Jahres für sogenannte Familienzeitkonten stark. Das Wort hört sich ja erst mal gut an. Familienzeit ist unbestritten etwas Gutes. In Kombination mit „Konto“ finde ich den Begriff allerdings schon gar nicht mehr so sympathisch. Und damit komme ich auch schon zu den Punkten, die ich bei dem „Konzept“ (sofern das schon vorliegt) diskussionswürdig finde:

Weiterlesen